25.9.2017 : 9:48

Limitanae Pontaenenses e.V. 
Rosenheim / Obb.

© limitanae pontaenenses 
    2001 - 2017

Die Bewaffnung des römischen Soldaten im 4. Jh. n.Chr.

Das Schwert

Am Übergang vom 3. zum 4. Jh. n. Chr. tritt nicht nur eine Veränderung bei den Schwertgriffen ein, auch der "Balteus" (Schulterriemen) an dem das Schwert getragen wird, ist wesentlich schmäler als sein Vorgänger. Dies lässt sich gut anhand bildlicher Darstellungen beobachten. Ausserdem gibt es im Fundgut praktisch keine Metallbeschläge mehr die dem Balteus zugeordnet werden können. 
Im Verlauf des 4. Jh. wird der Balteus zum Auslaufmodell und von einer Trageweise verdrängt die man aus augustäischer Zeit kennt, das Schwert wird wieder an einem separaten Gürtel getragen.

Spatha mit Balteus, Ende 3. , Anfang 4. Jh. n. Chr.
Diese Trageweise des Schwertes verdrängt ab der Mitte des 4. Jh. immer mehr den Balteus

Spatha mit einer Klinge vom Typ Straubing/Nydam, Variante "Einang" und einem Plattengriff vom Typ Nydam. Ab etwa 290 n. Chr. kamen diese, ganz anders gestalteten Griffteile in "Mode". Funde solcher Griffe kennt man nicht nur aus der Fundschicht Nydam C1b/C2 des letzten viertel des 3. Jh. und ersten viertel des 4. Jh. n. Chr. , sondern aus allen Teilen des Römischen Reiches. Wie z. B. aus Passau "Boiotro" oder Augusta Raurica (CH).

 

Spatha mit einer Klinge vom Typ Straubing/Nydam, Variante "Ejsbøl" und einem Plattengriff mit Metallverkleidungen. In diesem Fall wurde das organische Futter von Knauf und Parierstück mit je zwei ovalen Deckblechen aus Bronze versehen.
Das Futtermaterial von Knauf, Parierstück und Handhabe bestand, wie man von vielen Originalfunden weiß, meist aus Holz. In ganz wenigen Fällen aus Horn oder Knochen.

 

Fernwaffen

Plumbatae - hierbei handelt es sich um leichte Wurfpfeile. Um die Durchschlagskraft zu erhöhen wurde die Tülle der eisernen, mit Wiederhaken versehenen Spitze mit einem Bleigewicht ummantelt.